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Warnung: ÖGK-Mail „Leistungsauszahlung genehmigt“ über 2.998 Euro ist Betrug

Update 16.10.: Sieben neue Fake-Mails im Namen der ÖGK über 2.998 € in einer Nacht, jetzt mit 7-Tage-Frist. Nicht klicken, keine Bankdaten eingeben.

Vorschau: gefälschte ÖGK-Mail, groß als Fälschung gestempelt

Kurz und klar: Die E-Mail „Leistungsauszahlung genehmigt“ im Namen der Österreichischen Gesundheitskasse ist gefälscht. Klicken Sie nicht auf „Zum Serviceportal Meine ÖGK“ und geben Sie keine Bankdaten ein. Löschen Sie die Mail.

Die Nachricht im Bild ist am 5. Oktober 2026 bei uns eingegangen, Absendername „Kundenservicestellen“. Sie meldet, Ihre „ÖGK-Leistung für 2025“ sei freigegeben, genehmigter Betrag 2.998,00 Euro. Wegen des „neuen Auszahlungssystems Meine ÖGK“ müssten Sie einmalig Ihr Bankkonto verbinden.

Screenshot der gefälschten ÖGK-Mail ‚Leistungsauszahlung genehmigt‘ über 2.998 Euro mit Button zum angeblichen Serviceportal, rot als Fälschung markiert
Die vollständige Betrugsmail (Links entfernt).

Update 16.10.2026: Sieben neue Mails in einer Nacht

Die Masche läuft weiter. In der Nacht auf Freitag, 16. Oktober 2026, kamen bei uns zwischen 4:27 und 6:06 Uhr sieben weitere Mails an, alle an dieselbe Adresse. Absender ist „ÖGK“ oder „Meine ÖGK“, die Betreffzeilen lauten „Aktualisierung: Ihre Leistungsauszahlung wurde noch nicht bearbeitet“ (viermal), „Erinnerung: Prüfen Sie Ihre Angaben zur Leistungsauszahlung über das offizielle ÖGK-Portal“ (zweimal) und „Erstattung bei der ÖGK – Status online einsehen“ (einmal). Der Text ist in allen sieben Mails gleich: wieder 2.998,00 Euro, wieder soll man über „Zum Serviceportal Meine ÖGK“ seine Bank auswählen.

Gefälschte ÖGK-Mail vom 16. Oktober 2026 ‚Leistungsauszahlung genehmigt‘ über 2.998 Euro mit Bearbeitungsfrist von 7 Tagen, rot als Fälschung markiert
Neue Fassung vom 16.10.2026 (Links entfernt, Logo nicht geladen).

Die Täter haben die beiden früheren Fassungen zusammengesetzt:

  • Wie am 5. Oktober: die Überschrift „Leistungsauszahlung genehmigt“, dieselbe angebliche Referenznummer OGK-2025-784291, die „einmalige Verbindung Ihres Bankkontos“ und der Button „Zum Serviceportal Meine ÖGK“.
  • Wie am 7. Oktober: die Anrede „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“, der Betrag als „Rückerstattung“, die „sofort“ überwiesen werde, und in der Fußzeile die erfundene Wiener Telefonnummer und die falsche Adresse „ogk.at“. Abgeschickt wurden die Mails wieder über einen amerikanischen Hosting-Anbieter ohne gültige Absender-Prüfung, der Button führt wieder auf eine Seite in einem Cloud-Speicher.
  • Neu ist die Frist: Statt 72 Stunden steht jetzt „Bearbeitungsfrist: 7 Tage ab Zustellung dieser Mitteilung“. Der Hinweis „keine Kreditkarten“ ist weggefallen, dafür steht oben „Offizielle Mitteilung“.
  • Verräterisches Logo: Das ÖGK-Logo wird wieder von einer echten ÖGK-Adresse nachgeladen. Sein versteckter Beschreibungstext lautet aber „File:ÖGK-Logo.png – Wikimedia Commons“. So beschriftet die ÖGK ihr eigenes Logo nicht.
  • Jede Mail ein anderer Absender: Alle sieben kamen von unterschiedlichen, durchnummerierten Adressen. Unser Spamfilter hat keine davon als Spam aussortiert. Verlassen Sie sich also nicht darauf, dass der Filter solche Mails abfängt.

Unser Rat bleibt gleich: Nicht klicken, keine Bankdaten eingeben, Mail löschen. Die echte ÖGK verwendet oegk.at und fragt Bankdaten nie über einen Link ab.

Update 07.10.2026: Zwei neue Mails, gleicher Betrag

Die Masche läuft weiter. In der Nacht auf Mittwoch, 7. Oktober 2026, kamen bei uns zwei weitere Mails an, Absender „Meine-ÖGK“ und „ÖGK“, mit den Betreffzeilen „Erinnerung: Bankverbindung für Ihre ÖGK-Erstattung kontrollieren“ und „Erstattung bei der ÖGK – Status online einsehen“. Der Inhalt ist in beiden gleich: wieder 2.998,00 Euro, diesmal als „Rückerstattung“, die „sofort“ überwiesen werde. Sie sollen auf „Rückerstattung bestätigen“ klicken, und zwar binnen 72 Stunden.

Gefälschte ÖGK-Mail vom 7. Oktober 2026 ‚Rückerstattung bestätigen‘ über 2.998 Euro, rot als Fälschung markiert
Neue Fassung vom 07.10.2026 (Links entfernt, Logo nicht geladen).

Neu sind ein paar Tricks:

  • „Keine Kreditkarten“: Die Mail betont, die Auszahlung laufe „ausschließlich per Banküberweisung“. Das soll seriös wirken und lenkt Sie zur Eingabe Ihrer Bankdaten.
  • Falsche Kontaktdaten: In der Fußzeile stehen eine erfundene Wiener Telefonnummer und die Adressen „ogk.at“ und „support@ogk.at“. Die echte ÖGK verwendet oegk.at.
  • Echtes Logo, falscher Absender: Das ÖGK-Logo wird direkt von der echten ÖGK-Website nachgeladen. Abgeschickt wurden die Mails aber über einen amerikanischen Hosting-Anbieter, ohne gültige Absender-Prüfung. Der Button führt auf eine Seite in einem Cloud-Speicher.

In derselben Nacht kam auch eine gefälschte Mail der „Pensionsversicherung“ über 723 Euro, mit gleichartigem Absender und demselben Cloud-Speicher, offenbar dieselbe Bande: Warnung: Gefälschte Mail der Pensionsversicherung. Unser Rat bleibt gleich: Nicht klicken, Mail löschen.

Dieselbe Masche, neuer Anstrich

Die Betrüger verschicken diese Masche seit Wochen in immer neuen Varianten. Mimikama hat die 2.998-Euro-Mail bereits im August 2026 analysiert. Bei uns kam schon am 1. Oktober eine Fassung mit dem Button „Jetzt verbinden“ an. Die neue Mail hat ein anderes Layout und einen anderen Betreff, nennt aber denselben Betrag und sogar dieselbe angebliche Referenznummer OGK-2025-784291. Eine echte Referenznummer gehört zu genau einem Fall. Dieselbe Nummer an verschiedene Empfänger zeigt, dass es eine Massenmail ist.

Daran erkennen Sie die Fälschung

  • Absender: Echte Mails der ÖGK kommen von Adressen, die auf @oegk.at enden. Diese Mail kam von einer ungarischen Domain über einen Newsletter-Dienst.
  • Der Link führt nicht zur ÖGK: Hinter dem Button steckt eine fremde Website, nicht meine.oegk.at. Fahren Sie am PC mit der Maus über den Button, ohne zu klicken: Unten im Fenster sehen Sie das echte Ziel.
  • Die ÖGK fragt keine Bankdaten per Link ab: Laut ÖGK fordert sie Versicherte nie per E-Mail oder SMS auf, sensible Daten über einen Direktlink zu ändern.
  • Niemand braucht Ihr Banking-Passwort, um Ihnen Geld zu überweisen. Für eine Gutschrift reicht die IBAN. Der Satz „Keine Zahlung an Dritte“ soll Sie genau davon ablenken.
  • Unpersönlich: „Sehr geehrte Damen und Herren“ statt Ihres Namens, keine Versicherungsnummer.

So läuft die Masche ab

  1. Der Button führt auf eine nachgebaute Seite, auf der Sie „Ihre Bank wählen“ sollen.
  2. Danach erscheint eine gefälschte Anmeldeseite Ihrer Bank. Dort sollen Sie Online-Banking-Zugangsdaten und Freigabe-Codes eingeben.
  3. Die Täter nutzen diese Daten sofort: Die Freigabe, die Sie bestätigen, ist ihre Überweisung, keine Gutschrift.

Was tun, wenn Sie schon geklickt haben?

  1. Sofort die Bank anrufen und Online-Banking, Konto und Karten sperren lassen. Die Sperr-Nummer steht auf der Rückseite Ihrer Karte.
  2. Zugangsdaten ändern, die Sie eingegeben haben, auch für Meine ÖGK.
  3. Anzeige bei der Polizei erstatten.
  4. Wachsam bleiben: Mit Ihren Daten melden sich Betrüger oft später noch einmal, etwa als angebliche Bank am Telefon.

Sie haben die Mail nur bekommen? Löschen Sie sie. Wenn Sie unsicher sind, tippen Sie meine.oegk.at selbst in den Browser oder rufen Sie die ÖGK an: +43 5 0766-0.

Mehr dazu in unserem Ratgeber Phishing erkennen.

Unsicher? Wir helfen

Sie sind nicht sicher, ob eine Mail echt ist, oder haben schon Daten eingegeben? Rufen Sie uns an: +43 664 2557441, oder schreiben Sie über das Kontaktformular. DERKAUFMANN IT-Service hilft Betrieben, Vereinen und Privatpersonen in der Oststeiermark.

Quellen (abgerufen am 05.10.2026)

FAQ

Zahlt die ÖGK überhaupt Geld nach einer Mail-Bestätigung aus?

Nein. Laut ÖGK werden Sie nie per E-Mail oder SMS aufgefordert, Daten über einen Link zu ändern. Ihre Bankverbindung ändern Sie nur selbst in „Meine ÖGK“ mit ID Austria.

Ich habe nur die Mail geöffnet. Ist das gefährlich?

Das Öffnen allein ist meist harmlos. Gefährlich wird es, wenn Sie auf den Button klicken und Daten eingeben. Laden Sie in solchen Mails keine Bilder nach, das verrät den Betrügern, dass Ihre Adresse aktiv ist.

Ich habe eine TAN bestätigt. Was jetzt?

Sofort die Bank anrufen. Je schneller die Bank reagiert, desto eher lässt sich eine Überweisung noch stoppen.

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