Kurz und klar: Die E-Mail „Gutes zieht Kreise – aktualisieren Sie Ihre Stammdaten (72h)“ im Namen der Volksbank ist gefälscht. Klicken Sie nicht auf „Zum Login“ und geben Sie keine hausbanking-Daten ein. Löschen Sie die Mail.
Die Nachricht im Bild ist am 4. Oktober 2026 bei uns eingegangen, Absendername „Volksbank Wien AG“. Sie behauptet, Ihre Daten müssten wegen der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 und des Finanzmarkt-Geldwäschegesetzes „im Auftrag der FMA“ aktualisiert werden. Im Betreff steht eine Frist von 72 Stunden.

Warum die Mail so echt wirkt
Die Betrüger haben sich gut vorbereitet. „Gutes zieht Kreise“ ist der echte Werbespruch, mit dem der Volksbanken-Verbund seit Oktober 2025 wirbt. Auch die Zahl zu den regionalen Finanzierungen ist der echten Kampagne nachempfunden (dort sind es 95 Prozent, in der Fälschung 96). Dazu kommen das Logo, der Name „hausbanking“, die Aufsichtsbehörde FMA und sogar ein Kasten „Hilfe im Betrugsfall“. Genau dieser Mix aus Vertrautem und Druck soll Sie zum Klicken bringen.
Daran erkennen Sie die Fälschung
- Absender: Die Mail kam nicht von der Volksbank, sondern über einen fremden Mailserver im Ausland.
- Der Link führt nicht zu volksbank.at: Hinter „Zum Login“ steckt keine Bank-Adresse, sondern eine nackte, verschleierte IP-Adresse. Fahren Sie am PC mit der Maus über einen Button, ohne zu klicken: Unten im Fenster sehen Sie das echte Ziel.
- Die Volksbank fragt so nicht: Laut eigenen Sicherheitshinweisen fragt die Volksbank nicht per E-Mail, SMS oder Telefon nach vertraulichen Kundendaten.
- Druck und Frist: „Höchste Priorität“, „dringende Mitteilung“, „72h“. Echte Banken setzen Ihnen keine Frist von drei Tagen per Mail.
- Unpersönlich: Keine Anrede mit Ihrem Namen, keine Kundennummer.
So läuft die Masche ab
- Der Button „Zum Login“ führt auf eine nachgebaute Anmeldeseite.
- Dort sollen Sie Verfügernummer, PIN und meist auch einen Freigabe-Code eingeben.
- Mit diesen Daten melden sich die Betrüger in Ihrem echten hausbanking an und überweisen Geld oder richten ein neues Gerät für Freigaben ein.
Was tun, wenn Sie schon geklickt haben?
- Sofort die Bank anrufen und hausbanking, Konto und Karten sperren lassen. Die Nummer finden Sie auf der Rückseite Ihrer Karte oder auf volksbank.at, nicht in der Mail.
- Zugangsdaten ändern, die Sie eingegeben haben, und überall dort, wo Sie dasselbe Passwort verwenden.
- Anzeige bei der Polizei erstatten.
- Wachsam bleiben: Oft rufen die Täter danach noch an und geben sich als Bank aus, um eine weitere Freigabe zu erschleichen. Legen Sie auf und rufen Sie selbst zurück.
Sie haben die Mail nur bekommen? Löschen Sie sie. Wenn Sie unsicher sind, öffnen Sie die hausbanking-App oder tippen Sie volksbank.at selbst in den Browser. Wichtige Mitteilungen Ihrer Bank finden Sie dort.
Mehr dazu in unserem Ratgeber Phishing erkennen.
Unsicher? Wir helfen
Sie sind nicht sicher, ob eine Mail echt ist, oder haben schon Daten eingegeben? Rufen Sie uns an: +43 664 2557441, oder schreiben Sie über das Kontaktformular. DERKAUFMANN IT-Service hilft Betrieben, Vereinen und Privatpersonen in der Oststeiermark.
Quellen (abgerufen am 05.10.2026)
- Volksbank: „Aktuelle Sicherheitshinweise“ – https://www.volksbank.at/sicherheit
- Leadersnet: „‚Gutes zieht Kreise‘ – Markenrelaunch des Volksbanken-Verbund fokussiert lokale Wirtschaftskreisläufe“, 09.10.2025 – https://www.leadersnet.at/news/93696,markenrelaunch-des-volksbanken-verbund-fokussiert-lokale.html
- Watchlist Internet: „Phishing, Smishing, Vishing“ (laufende Warnungen) – https://www.watchlist-internet.at/warnungen-tipps/phishing-smishing-vishing/page-1/
- Bundeskriminalamt: „Wie erstatte ich Anzeige?“ – https://www.bundeskriminalamt.at/212/wie_erstatte_ich_anzeige/start.html
FAQ
Muss ich meine Daten bei der Bank wirklich regelmäßig aktualisieren?
Banken müssen Kundendaten aktuell halten. Wenn Ihre Bank etwas von Ihnen braucht, sehen Sie das aber in hausbanking selbst oder hören es von Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater, nicht über einen Link in einer Mail.
Ich habe nur die Mail geöffnet. Ist das gefährlich?
Das Öffnen allein ist meist harmlos. Gefährlich wird es, wenn Sie auf den Button klicken und Daten eingeben. Laden Sie in solchen Mails keine Bilder nach, das verrät den Betrügern, dass Ihre Adresse aktiv ist.
Ich bin gar nicht Kunde der Volksbank. Warum bekomme ich das?
Solche Mails gehen an tausende Adressen gleichzeitig. Die Betrüger hoffen, dass ein Teil der Empfänger zufällig bei dieser Bank ist.