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Warnung: Gefälschte Mail der „Pensionsversicherung“ – „Erstattung genehmigt, Auszahlung noch offen“

Eine Mail im Namen der Pensionsversicherung meldet 723 € Auszahlung und verlangt, Ihre Bank auszuwählen. Sie ist gefälscht. So erkennen und reagieren Sie.

Screenshot der gefälschten Pensionsversicherungs-Mail ‚Ihre Leistungsauszahlung‘ über 723 Euro mit Button ‚Jetzt Bank auswählen‘, rot als Fälschung markiert

Kurz und klar: Die E-Mail „PV Austria | Erstattung genehmigt – Auszahlung noch offen“ im Namen der Pensionsversicherung ist gefälscht. Klicken Sie nicht auf „Jetzt Bank auswählen“ und melden Sie sich über diesen Weg nicht im Online-Banking an. Löschen Sie die Mail.

Die Nachricht im Bild ist am 7. Oktober 2026 in der Nacht bei uns eingegangen, Absendername „Pensionsversicherung österreich“. Sie meldet, Ihre „Pensionsleistung für 2025“ sei genehmigt, 723 Euro würden ausgezahlt. Dazu zeigt sie einen angeblichen „Leistungsbescheid (Auszug)“ mit grünem Haken „Genehmigt“. Sie müssten nur noch Ihre Bank auswählen und eine „kurze Online-Prüfung“ abschließen.

Screenshot der gefälschten Pensionsversicherungs-Mail ‚Ihre Leistungsauszahlung‘ über 723 Euro mit Button ‚Jetzt Bank auswählen‘, rot als Fälschung markiert
Die vollständige Betrugsmail (Links entfernt).

Die Pensionsversicherung fragt so nicht

Die Pensionsversicherung warnt selbst vor solchen Mails. Auf ihrer Website steht: „Die Pensionsversicherung fordert niemals per E-Mail dazu auf, Bank- oder Kontodaten zu übermitteln.“ Bescheide und Auszahlungen laufen nicht über einen Button in einer Mail.

Daran erkennen Sie die Fälschung

  • Absender: Die Mail kam nicht von der Pensionsversicherung, sondern von einer Adresse eines amerikanischen Hosting-Anbieters. Eine Absender-Prüfung (SPF, DKIM) hat die Mail nicht bestanden.
  • Der Button führt nicht zu pv.at: Hinter „Jetzt Bank auswählen“ steckt eine Seite in einem Cloud-Speicher. Fahren Sie am PC mit der Maus über den Button, ohne zu klicken: Unten im Fenster sehen Sie das echte Ziel.
  • Ausgeliehenes Logo: Das Logo wird nicht von der Pensionsversicherung geladen, sondern von der Website einer fremden Firma.
  • Unpersönlich und schlampig: Keine Anrede, kein Name, keine Versicherungsnummer. „Pensionsversicherung österreich“ ist kleingeschrieben, im Kopf fehlt das Leerzeichen.
  • Echte Links als Tarnung: „Datenschutz“ und „Impressum“ zeigen auf die echte Website pv.at. Das macht die Mail nicht echt.

So läuft die Masche ab

  1. „Bank wählen“: Sie suchen auf der Betrugsseite Ihre Bank aus.
  2. „Bestätigen – Freigabe über Ihr Online-Banking“: Es erscheint eine nachgebaute Anmeldeseite Ihrer Bank. Dort sollen Sie Zugangsdaten und einen Freigabe-Code eingeben.
  3. Statt einer Gutschrift kommt eine Abbuchung: Mit Ihren Daten melden sich die Täter in Ihrem echten Online-Banking an, überweisen Geld oder richten ein neues Gerät für Freigaben ein.

Dieselbe Bande schickt offenbar auch die gefälschten ÖGK-Mails über 2.998 Euro: In derselben Nacht kamen bei uns zwei davon an, mit gleichartigen Absendern und Links auf denselben Cloud-Speicher. Mehr dazu in unserer Warnung zur ÖGK-Leistungsauszahlung.

Was tun, wenn Sie schon geklickt haben?

  1. Sofort die Bank anrufen und Online-Banking, Konto und Karten sperren lassen. Die Nummer finden Sie auf Ihrer Karte oder auf der Website Ihrer Bank, nicht in der Mail.
  2. Zugangsdaten ändern, die Sie eingegeben haben, und überall dort, wo Sie dasselbe Passwort verwenden.
  3. Anzeige bei der Polizei erstatten.
  4. Wachsam bleiben: Oft rufen die Täter danach noch an und geben sich als Bank aus, um eine weitere Freigabe zu erschleichen. Legen Sie auf und rufen Sie selbst zurück.

Sie haben die Mail nur bekommen? Löschen Sie sie. Wenn Sie wissen wollen, ob Ihnen wirklich etwas zusteht, rufen Sie die Pensionsversicherung unter der Nummer auf pv.at an. Tippen Sie die Adresse selbst in den Browser.

Mehr dazu in unserem Ratgeber Phishing erkennen. Bitte warnen Sie auch Eltern und Großeltern: Mails zur Pension zielen vor allem auf ältere Menschen.

Unsicher? Wir helfen

Sie sind nicht sicher, ob eine Mail echt ist, oder haben schon Daten eingegeben? Rufen Sie uns an: +43 664 2557441, oder schreiben Sie über das Kontaktformular. DERKAUFMANN IT-Service hilft Betrieben, Vereinen und Privatpersonen in der Oststeiermark.

Quellen (abgerufen am 07.10.2026)

FAQ

Ich beziehe gar keine Pension. Warum bekomme ich das?

Solche Mails gehen an tausende Adressen gleichzeitig. Die Betrüger hoffen, dass ein Teil der Empfänger eine Pension bezieht oder bald eine erwartet.

Ich habe nur die Mail geöffnet. Ist das gefährlich?

Das Öffnen allein ist meist harmlos. Gefährlich wird es, wenn Sie auf den Button klicken und Daten eingeben. Laden Sie in solchen Mails keine Bilder nach, das verrät den Betrügern, dass Ihre Adresse aktiv ist.

Wie bekomme ich echte Nachrichten der Pensionsversicherung?

Bescheide kommen von der Pensionsversicherung selbst, nicht über einen Link zur Bankauswahl. Im Zweifel rufen Sie die Pensionsversicherung unter der Nummer auf pv.at an.

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