Eine Handwerker-Website muss in zehn Sekunden drei Fragen beantworten: Macht der Betrieb das, kommt er zu mir, wie erreiche ich ihn? Dafür braucht sie sieben Dinge: die Telefonnummer klickbar in der Kopfzeile jeder Seite, eine Seite pro Leistung statt einer Liste, das Einsatzgebiet mit Gemeindenamen (Fürstenfeld, Ilz, Hartberg …), Referenzen mit echten Baustellenfotos, sichtbare Google-Bewertungen, ein Anfrageformular mit drei Feldern und eine Seite, die am Handy in unter drei Sekunden lädt – ohne Slider, Stockfotos und Cookie-Banner.
- Google entscheidet bei lokalen Suchen zuerst über die Entfernung – Gemeindenamen auf der Website und im Google-Unternehmensprofil sind deshalb Pflicht.
- Adresse und Telefon überall identisch schreiben (Website, Google, Herold, WKO, Facebook, firmenfreund.at) – Abweichungen kosten Vertrauen und Ranking.
- Ein Anfrageformular mit Name, Telefon, kurzer Beschreibung und optionalem Foto bringt mehr Anfragen als jedes Formular mit Pflichtfeldern.
- Ohne Tracking-Werkzeuge ist kein Cookie-Banner nötig – der Kunde sieht sofort die Seite.
Handwerksbetriebe im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld leben von Empfehlungen – und immer öfter davon, was der Nachbar nach der Empfehlung googelt. Die Website muss dann in wenigen Sekunden drei Fragen beantworten: Macht der Betrieb genau das, was ich brauche? Kommt er zu mir? Wie erreiche ich ihn jetzt? Alles andere ist Beiwerk. Die sieben Punkte unten haben wir aus den Websites abgeleitet, die wir für Betriebe aus der Region gebaut haben – von der Estrich-Firma bis zum Elektro-Meisterbetrieb.
1. Telefonnummer oben, klickbar, auf jeder Seite
Der häufigste Besucher einer Handwerker-Website steht mit dem Handy im Keller, weil etwas tropft, funkt oder nicht mehr angeht. Er will anrufen, nicht lesen. Die Nummer gehört deshalb in die Kopfzeile jeder Seite, als klickbarer Link, dazu die Zeiten, zu denen wirklich jemand abhebt. Bei Betrieben mit Störungsdienst kommt eine zweite, deutlich sichtbare Zeile dazu – bei Elektro Gradinger steht sie als eigener Streifen über dem Menü: „Störungsdienst – auch außerhalb der Geschäftszeiten“ mit Nummer. Kein Kontaktformular der Welt schlägt das.
2. Eine Seite pro Leistung statt einer Liste
„Wir bieten: Installationen, Reparaturen, Beratung, Service“ sagt Google nichts und dem Kunden wenig. Wer nach „Wärmepumpe Fürstenfeld“ sucht, findet nur eine Seite, auf der Wärmepumpe ein Thema ist – mit drei Absätzen, zwei Fotos und einer Frage-Antwort-Liste. Die Regel: Jede Leistung, die Umsatz bringt, bekommt eine eigene Seite mit dem Wort, das Kunden dafür verwenden (nicht dem Fachbegriff). Fünf gute Leistungsseiten schlagen fünfzig Stichworte in einer Aufzählung.
3. Das Einsatzgebiet mit Gemeindenamen
Google entscheidet bei lokalen Suchen zuerst über die Entfernung. Steht auf Ihrer Website nur „Oststeiermark“, konkurrieren Sie mit Betrieben von Weiz bis Feldbach. Steht dort „Fürstenfeld, Ilz, Großwilfersdorf, Bad Waltersdorf, Hartberg – bis 30 km“, wissen Google und Kunde, wo Sie hinfahren. Ideal ist eine kurze Einsatzgebiet-Seite oder ein Absatz auf jeder Leistungsseite; die gleichen Ortsangaben gehören ins Google-Unternehmensprofil. Für Betriebe, die mehrere Bezirke abdecken, lohnen sich eigene Regionalseiten – so, wie wir es für unsere eigene IT-Service-Seite für den Bezirk machen.
4. Referenzen mit echten Fotos – keine Stockbilder
Nichts überzeugt einen Kunden aus Ilz mehr als ein Bad in Ilz, das Sie gemacht haben. Handyfotos von der Baustelle, ordentlich ausgewählt und beschnitten, wirken glaubwürdiger als jede gekaufte Bildwelt. Bei Grabner Estriche ist die Projektgalerie das Herzstück der Website, bei Elektro Gradinger stehen neun echte Baustellenfotos auf der Referenzen-Seite. Wichtig: Vorher-Nachher, Ort (Gemeinde genügt), ein Satz zur Aufgabe – und die Zustimmung des Kunden, wenn das Objekt erkennbar ist.
5. Google-Bewertungen sichtbar machen – und laufend neue holen
Vier Sterne mit 40 Bewertungen entscheiden mehr Aufträge als jede Leistungsbeschreibung. Die Bewertungen gehören auf die Website (als eingebundene Google-Bewertungen, wie bei Monschein Anhänger), und der Betrieb braucht einen festen Ablauf, um nach jedem Auftrag eine zu bekommen: QR-Code auf der Rechnung, kurze Nachricht nach Abschluss, persönliche Bitte auf der Baustelle. Wie das rechtssicher geht, steht im Ratgeber Mehr Google-Bewertungen bekommen.
6. Die Anfrage in 30 Sekunden
Wer nicht anruft, will schreiben – aber nicht viel. Ein Formular mit Name, Telefon, kurzer Beschreibung und optional einem Foto genügt. Pflichtfelder wie Kundennummer, Adresse oder „Wie haben Sie uns gefunden?“ kosten Anfragen. Dazu gehört eine Bestätigung, die ankommt, und ein Spamschutz, der Bots ohne Rätselbilder aussperrt. Betriebe, die Personal suchen, brauchen zusätzlich eine Bewerbung mit Datei-Upload, wie sie TD Baupersonalservice und Elektro Gradinger einsetzen – Lehrlinge bewerben sich vom Handy, nicht per Post.
7. Schnell am Handy – und ohne Cookie-Banner
Die meisten Besucher einer Handwerker-Website kommen vom Handy, viele davon aus dem Mobilfunknetz zwischen zwei Baustellen. Eine Seite, die dort länger als drei Sekunden lädt, ist weg. Das heißt: Bilder verkleinert, keine Slider, keine Videos im Kopfbereich, keine Schriften von fremden Servern. Und wer keine Tracking-Werkzeuge einsetzt, braucht keinen Cookie-Banner – der Kunde sieht sofort die Seite statt eines Hinweises. Alle hier genannten Websites laufen ohne.
Was eine Handwerker-Website nicht braucht
- Eine „Über uns“-Geschichte über drei Bildschirmseiten. Ein Foto vom Team, Gründungsjahr, Meisterbrief – fertig.
- News oder Blog, der nach zwei Beiträgen einschläft. Ein Beitrag von 2023 als jüngster Eintrag wirkt schlimmer als gar keiner.
- Einen Online-Shop, außer Sie verkaufen wirklich Produkte per Versand.
- Animationen, Intro-Videos, Musik. Sie kosten Ladezeit und bringen keinen Auftrag.
Reicht nicht auch das Google-Profil oder Facebook?
Das Google-Unternehmensprofil ist Pflicht und für Notfall-Suchen oft der erste Kontakt – aber es gehört Google, zeigt Ihre Leistungen nur als Liste und lässt sich nicht gestalten. Facebook erreicht Bestandskunden, keine Suchenden. Die Website ist der einzige Ort, den Sie selbst kontrollieren und auf den beide verweisen. Die drei zusammen – Profil, Website, Bewertungen – sind das Fundament; wie sie zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Warum ist meine Website nicht bei Google?.
Was das kostet und wie es abläuft
Eine Handwerker-Website mit fünf bis acht Leistungsseiten, Einsatzgebiet, Referenzgalerie, Bewertungen und Anfrageformular liegt in der Regel im mittleren vierstelligen Bereich; die Faktoren dahinter beschreibt der Ratgeber Was kostet eine Website?. Für Nahversorger-Betriebe kann die steirische Wirtschaftsförderung einen Teil übernehmen – Details im Ratgeber Website und Digitalisierung fördern lassen. Der Ablauf bei uns: Gespräch vor Ort oder per Telefon, Fotos und Texte gemeinsam sammeln, Entwurf, Freigabe, online – meist innerhalb von zwei bis vier Wochen.
Wie wir Ihnen helfen
Wir bauen Websites für Handwerk und Gewerbe in der Oststeiermark, die genau diese sieben Punkte erfüllen – ohne Baukasten, ohne Abo-Zwang, mit einem kleinen Pflegebereich, in dem Sie Referenzen und Stellenanzeigen selbst einstellen. Beispiele aus der Region finden Sie auf unserer Referenzen-Seite, den Einstieg unter Webdesign.
Häufige Fragen
Was muss auf einer Handwerker-Website unbedingt stehen?
Die Telefonnummer klickbar in der Kopfzeile jeder Seite samt Erreichbarkeitszeiten, eine eigene Seite für jede Leistung mit dem Wort, das Kunden dafür verwenden, das Einsatzgebiet mit Gemeindenamen, Referenzen mit echten Fotos, Google-Bewertungen, ein kurzes Anfrageformular und Impressum sowie Datenschutzerklärung. Für Betriebe mit Störungsdienst zusätzlich eine deutlich sichtbare Notdienst-Zeile.
Reicht ein Google-Unternehmensprofil statt einer Website?
Nein. Das Google-Unternehmensprofil ist Pflicht und bei Notfall-Suchen oft der erste Kontakt, aber es gehört Google, zeigt Leistungen nur als Liste und lässt sich nicht gestalten. Facebook erreicht Bestandskunden, keine Suchenden. Die Website ist der einzige Ort, den der Betrieb selbst kontrolliert und auf den Profil und Bewertungen verweisen – erst die drei zusammen bringen Anfragen.
Was kostet eine Handwerker-Website?
Eine Website mit fünf bis acht Leistungsseiten, Einsatzgebiet, Referenzgalerie, eingebundenen Google-Bewertungen und Anfrageformular liegt in der Regel im mittleren vierstelligen Bereich. Für Nahversorger-Betriebe in der Steiermark kann die SFG-Förderung Lebens!Nah bis zu 30 Prozent, höchstens 2.500 Euro übernehmen – wenn der Antrag vor der Beauftragung gestellt wird.
Brauche ich Stockfotos, wenn ich keine eigenen Bilder habe?
Besser nicht. Handyfotos von der eigenen Baustelle, sauber ausgewählt und beschnitten, wirken glaubwürdiger als jede gekaufte Bildwelt – Kunden erkennen Stockfotos sofort. Wichtig sind Vorher-Nachher-Bilder, die Gemeinde als Ortsangabe und ein Satz zur Aufgabe. Ist das Objekt erkennbar, braucht es die Zustimmung des Kunden.
Wie bekomme ich mehr Google-Bewertungen als Handwerker?
Mit einem festen Ablauf nach jedem Auftrag: QR-Code auf der Rechnung, kurze Nachricht nach Abschluss, persönliche Bitte auf der Baustelle. Die Bewertungen gehören eingebunden auf die Website. Bezahlte oder erfundene Bewertungen sind unzulässig – wie es rechtssicher geht, erklärt unser Ratgeber zu Google-Bewertungen.
Wie lange dauert es, bis eine Handwerker-Website online ist?
Bei uns meist zwei bis vier Wochen: Gespräch vor Ort oder per Telefon, gemeinsames Sammeln von Fotos und Texten, Entwurf, Freigabe, Veröffentlichung. Die längste Zeit kostet erfahrungsgemäß das Zusammentragen der Fotos und Referenzen – wer damit früh beginnt, ist schneller online.
Fazit
Eine Handwerker-Website muss keine Designpreise gewinnen. Sie muss in zehn Sekunden zeigen, was Sie machen, wo Sie es machen und wie man Sie erreicht – und mit echten Fotos und Bewertungen beweisen, dass Sie es können.
Sieben Punkte, kein Zauberwerk. Wer sie umsetzt, wird gefunden und angerufen.

