Die Cloud-Wahl folgt meist den Geräten: iCloud für Apple-Haushalte (200-GB-Familienabo!), OneDrive/Microsoft 365 für Windows-Arbeiter (1 TB + Office-Programme im Paket), Google Drive für Android-Nutzer (großzügige 15 GB gratis), Dropbox für plattformneutrales Teilen. Firmen brauchen Business-Tarife (DSGVO/AVV) oder eine eigene NAS-Cloud. Wichtigste Wahrheit: Cloud-Synchronisation ist KEIN Backup – gelöscht wird überall, zusätzlich lokal sichern (3-2-1-Regel).
- Gratis-Kontingente: Google 15 GB · iCloud 5 GB · OneDrive 5 GB · Dropbox 2 GB.
- Preis-Anker (ca., Stand 2026): 200 GB um 3 €/Monat (iCloud/Google, teilbar mit Familie); 2 TB um 10 €/Monat; Microsoft 365 Single: 1 TB + Office ~10 €/Monat.
- Firmen: Business-Tarife mit Auftragsverarbeitungsvertrag oder eigene Cloud am NAS (z. B. Synology Drive).
- Sync spiegelt auch Löschungen und Ransomware-Schäden – deshalb zusätzlich lokale Sicherung nach der 3-2-1-Regel.
Cloud-Speicher ist praktisch: Fotos und Dokumente sind auf jedem Gerät da, nichts geht beim Handywechsel verloren, Teilen funktioniert per Link. Aber welcher Dienst passt zu wem? Die ehrliche Antwort vorweg: Meist der, der zu Ihren Geräten gehört. Wer tief in der Apple-Welt steckt, wird mit iCloud glücklich; wer mit Word und Excel arbeitet, mit OneDrive; wer Android und Gmail nutzt, mit Google Drive. Trotzdem lohnt der Blick auf die Unterschiede.
Die großen Vier im Überblick
| Dienst | Gratis | Bezahl-Stufen (ca., Stand Juli 2026) | Stärken |
|---|---|---|---|
| iCloud+ (Apple) | 5 GB | 50 GB 0,99 € · 200 GB 2,99 € · 2 TB 9,99 €/Monat | Nahtlos auf iPhone/iPad/Mac, Fotos & Geräte-Backup, Familienfreigabe |
| Google Drive / One | 15 GB | 100 GB ~2 € · 200 GB ~3 € · 2 TB ~10 €/Monat | Größtes Gratis-Kontingent, stark mit Android/Gmail/Google Fotos, gute Suche |
| OneDrive (Microsoft) | 5 GB | 100 GB ~2 €/Monat · mit Microsoft 365 Single: 1 TB inkl. Office-Programmen ~10 €/Monat | Tief in Windows/Office integriert; 1 TB + Word/Excel im 365-Abo ist preislich kaum zu schlagen |
| Dropbox | 2 GB | 2 TB ab ~10–12 €/Monat | Ausgereiftes Teilen & Zusammenarbeit, plattformneutral |
Preise gerundet und änderungsfrei – maßgeblich sind die aktuellen Anbieterseiten. Die Muster sind aber stabil: Google schenkt am meisten, Microsoft bündelt am besten, Apple integriert am tiefsten.
Welcher Typ sind Sie?
- iPhone-Familie: iCloud+ 200 GB mit Familienfreigabe – ein Abo für bis zu sechs Personen. Wenn der Speicher ständig voll ist: unser Ratgeber iCloud-Speicher voll? zeigt die Auswege.
- Windows-Arbeiter: Microsoft 365 Single – 1 TB OneDrive plus die Office-Programme, die Sie vermutlich ohnehin brauchen.
- Android/Google-Nutzer: Erst die 15 GB gratis ausschöpfen, dann Google One nach Bedarf.
- Plattform-Mischbetrieb / viel Teilen mit Externen: Dropbox oder Google Drive – beide funktionieren überall gleich gut.
Was Firmen zusätzlich beachten müssen
- Business-Tarife statt Privat-Konten: Nur sie bieten Auftragsverarbeitungsverträge (DSGVO), zentrale Verwaltung und die Möglichkeit, Zugänge beim Mitarbeiterwechsel zu übernehmen. Firmendaten im privaten Dropbox-Konto des Mitarbeiters sind ein Datenschutz- und ein Praxisproblem.
- Zugriffe im Griff: Freigaben regelmäßig prüfen, 2FA für alle Konten, klare Ablagestruktur.
- EU-Alternativen: Für sensible Branchen gibt es europäische Anbieter und die Möglichkeit einer eigenen Cloud am NAS (z. B. Synology Drive) – Daten im Haus, Zugriff wie gewohnt von überall. Gerade für Betriebe oft die sauberste Lösung; wir richten beides ein.
Die wichtigste Wahrheit: Cloud-Sync ist kein Backup
Die Lösung ist die bewährte 3-2-1-Regel: Cloud gerne als einer von mehreren Speicherorten – zusätzlich eine lokale Sicherung (externe Platte oder NAS), die nicht ständig verbunden ist. So überlebt Ihr Datenbestand auch ein gehacktes Konto oder ein gekündigtes Abo. Dasselbe gilt übrigens für E-Mail: Auch ein per IMAP eingerichtetes Postfach spiegelt nur – es ersetzt keine Sicherung.
Häufige Fragen
Welcher Cloud-Speicher ist der beste?
Der, der zu Ihren Geräten passt: iCloud in der Apple-Welt, OneDrive/Microsoft 365 unter Windows (1 TB plus Office-Programme im Abo), Google Drive bei Android/Gmail. Plattformneutral und stark beim Teilen sind Google Drive und Dropbox. Preislich liegen alle nahe beieinander – entscheidend ist die Integration.
Ist meine Cloud ein Backup?
Nein – Synchronisation spiegelt jeden Fehler mit: Was Sie (oder ein Verschlüsselungstrojaner) löschen bzw. beschädigen, verschwindet auf allen Geräten. Papierkorb und Versionsverlauf helfen nur begrenzt. Ein echtes Backup ist eine zusätzliche, unabhängige Kopie – am besten nach der 3-2-1-Regel mit einer lokalen Sicherung.
Was müssen Firmen bei Cloud-Speicher beachten?
Business-Tarife statt Privatkonten: Nur sie bieten Auftragsverarbeitungsverträge (DSGVO), zentrale Benutzerverwaltung und Kontrolle beim Mitarbeiterwechsel. Dazu 2FA für alle Konten und regelmäßige Prüfung der Freigaben. Für sensible Daten ist eine eigene Cloud am Firmen-NAS oft die sauberste Lösung.
Kann ich eine eigene Cloud ohne Abo betreiben?
Ja – mit einem NAS im Haus (z. B. Synology mit Synology Drive) haben Sie Cloud-Komfort mit Daten im eigenen Haus: Synchronisation und Zugriff von überall, ohne monatliche Speicherkosten und mit voller Kontrolle. Einmalige Anschaffung plus Einrichtung – für Familien mit großen Fotosammlungen und für Firmen oft die wirtschaftlichste Lösung.
Fazit
Die Wahl ist meist einfach: iCloud für Apple-Haushalte, Microsoft 365/OneDrive für Windows-Arbeiter (1 TB + Office!), Google für Android-Nutzer – Firmen nehmen Business-Tarife oder gleich die eigene NAS-Cloud. Und egal welcher Dienst: Cloud-Sync ersetzt kein Backup – eine zusätzliche lokale Sicherung nach der 3-2-1-Regel gehört immer dazu.
Unsicher, welche Kombination für Sie passt? Wir richten Cloud, NAS und Backup als stimmiges Gesamtpaket ein.

