Microsoft hat den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 beendet. Über das ESU-Programm gibt es Sicherheitsupdates aber weiter – für Privatnutzer in Österreich/EU kostenlos, aktuell bis Oktober 2027. Das verschafft Zeit für den geplanten Umstieg auf Windows 11 (gratis, wenn der PC kompatibel ist) oder einen neuen PC.
- Support-Ende: 14. Oktober 2025.
- Kostenlose Sicherheitsupdates per ESU in der EU bis Oktober 2027 (Microsoft-Konto nötig; ohne Anmeldung enden die Updates nach bis zu 60 Tagen).
- Version prüfen: Windows-Taste + R → „winver".
- 3 Optionen: Upgrade auf Windows 11 · neuer PC · vorerst mit ESU bleiben.
Microsoft hat den regulären Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 eingestellt. Die gute Nachricht: Über das ESU-Programm gibt es weiterhin Sicherheitsupdates, in der EU (also auch in Österreich) sogar kostenlos, aktuell bis Oktober 2027. Ein Ersatz für den Umstieg ist das aber nicht. Dieser Ratgeber zeigt, was das Support-Ende wirklich bedeutet, wie Sie die kostenlose Verlängerung nutzen und welche Optionen Sie jetzt haben.
Was bedeutet das Support-Ende konkret?
Ihr PC funktioniert natürlich weiter – Windows 10 verschwindet nicht über Nacht. Aber Microsoft liefert nicht mehr:
- Sicherheitsupdates gegen neue Viren und Sicherheitslücken – regulär nicht mehr (Ausnahme: das ESU-Programm, siehe nächster Abschnitt)
- Fehlerbehebungen und technische Unterstützung
- Kompatibilität mit neuer Software (auch Browser stellen den Support nach und nach ein)
Microsoft verlängert die Sicherheitsupdates – in der EU kostenlos
Über das Programm Extended Security Updates (ESU) gibt es die wichtigen Sicherheitsupdates für Windows 10 weiterhin – für Privatnutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (also auch in Österreich) kostenlos.
- Zeitraum: ursprünglich bis Oktober 2026 – inzwischen nennt Microsoft als Programmende den 12. Oktober 2027. Bereits registrierte Geräte laufen automatisch weiter.
- Voraussetzung: ein Microsoft-Konto. Im EWR müssen Sie sich weiterhin mit diesem Konto bei Windows anmelden – ohne Anmeldung stellt Microsoft die ESU-Updates nach bis zu 60 Tagen ein (dann einfach neu registrieren).
- Aktivierung: in den Windows-Update-Einstellungen über das Angebot „Jetzt für Extended Security Updates registrieren". Voraussetzung ist Windows 10 in der Version 22H2 (Home, Pro, Pro Education oder Workstations) mit aktuellen Updates.
- Mehrere Geräte: Eine Registrierung deckt bis zu 10 Geräte mit demselben Microsoft-Konto ab – praktisch, wenn im Haushalt oder im Kleinbetrieb mehrere Rechner betroffen sind.
- Nicht für verwaltete Firmengeräte: PCs, die in einer Active-Directory-Domäne oder in Microsoft Entra eingebunden oder per MDM verwaltet sind, bekommen das Verbraucher-ESU nicht. Sie brauchen das kostenpflichtige Unternehmens-ESU: laut Microsoft 61 US-Dollar je Gerät im ersten Jahr, danach verdoppelt sich der Preis jedes Jahr, längstens drei Jahre. Sich darauf dauerhaft zu stützen, wird schnell teurer als neue Hardware.
- Office bleibt länger versorgt: Microsoft-365-Apps erhalten auf Windows 10 noch bis 10. Oktober 2028 Sicherheitsupdates – neue Funktionen gibt es dort allerdings nur noch bis zur Version 2608 (August 2026). Das rettet Ihr Office, nicht Ihr Betriebssystem.
Bin ich betroffen? So prüfen Sie Ihre Windows-Version
Drücken Sie die Windows-Taste + R, tippen Sie winver ein und bestätigen Sie mit Enter. Ein kleines Fenster zeigt Ihre Version:
- Steht dort Windows 10 – Sie sind betroffen und sollten aktiv werden.
- Steht dort Windows 11 – alles gut, Sie bekommen weiterhin Updates.
Ihre 3 Optionen im Überblick
1. Kostenloses Upgrade auf Windows 11
Ist Ihr PC kompatibel (siehe unten), können Sie in vielen Fällen gratis auf Windows 11 umsteigen. Ihre Daten und Programme bleiben dabei in der Regel erhalten. Das ist die einfachste und günstigste Lösung – sofern die Hardware mitspielt.
2. Neuer PC mit Windows 11
Ist das Gerät zu alt, zu langsam oder technisch nicht Windows-11-fähig, ist ein neuer PC meist die bessere Investition – besonders bei Geräten, die älter als fünf bis sechs Jahre sind. Ein moderner Rechner ist schneller, sparsamer und wieder viele Jahre lang sicher.
3. Vorerst bei Windows 10 bleiben – mit kostenlosen Sicherheitsupdates
Dank der ESU-Verlängerung (in der EU kostenlos, aktuell bis Oktober 2027 – siehe oben) können Sie Windows 10 vorerst sicher weiternutzen und den Umstieg in Ruhe planen, statt ihn überstürzt zu machen. Als Dauerlösung taugt das aber nicht: ESU bringt nur Sicherheitsupdates, und irgendwann läuft auch diese Frist aus.
Ist mein PC Windows-11-fähig?
Den ganzen Weg – Prüfung, TPM und Secure Boot im UEFI aktivieren, Upgrade Schritt für Schritt und die 10-Tage-Rückfahrkarte – beschreibt der eigene Ratgeber Windows 11: Ist mein PC fähig und wie läuft der Umstieg?. Hier das Wichtigste in Kürze – Windows 11 stellt höhere Anforderungen als Windows 10:
- Eine kompatible 64-Bit-CPU (Microsoft führt unterstützte Prozessoren in einer Liste)
- TPM 2.0 (Sicherheitschip – oft im BIOS/UEFI vorhanden, nur nicht aktiviert)
- Secure Boot
- Mindestens 4 GB RAM (in der Praxis empfehlen wir 8 GB oder mehr) und 64 GB Speicher
Am einfachsten prüfen Sie das mit der kostenlosen „PC-Integritätsprüfung“ (PC Health Check) von Microsoft. Meldet sie „nicht kompatibel“, liegt es häufig nur an einem im BIOS deaktivierten TPM – das lässt sich oft nachträglich aktivieren. Ein IT-Profi klärt das schnell.
Was passiert mit meinen Daten und Programmen?
Beim Upgrade auf Windows 11 bleiben Dateien und installierte Programme in der Regel erhalten. Beim Umstieg auf einen neuen PC gilt es, Daten und E-Mail-Konten zu übernehmen, Programme neu zu installieren und Lizenzen zu sichern. In beiden Fällen gilt: Vorher ein Backup machen. Wie das richtig geht, zeigt unser Ratgeber Daten sichern.
Alten PC sicher weitergeben oder entsorgen
Bevor ein altes Gerät das Haus verlässt, sollten die Daten sicher gelöscht werden – ein einfaches Löschen über den Papierkorb reicht nicht, die Daten sind oft wiederherstellbar. Anschließend gehört der Rechner fachgerecht entsorgt.
Quellen
- Microsoft: Programm „Erweiterte Sicherheitsupdates (ESU)“ für Windows 10 (Verbraucher) – Programmende 12.10.2027, kostenlos im Europäischen Wirtschaftsraum mit Microsoft-Konto, ESU endet nach bis zu 60 Tagen ohne Anmeldung, bis zu 10 Geräte, Voraussetzung Windows 10 Version 22H2 (Home, Pro, Pro Education, Workstations), ausgeschlossen sind Geräte in Domäne, Microsoft Entra oder MDM. Abgerufen am 02.10.2026.
- Microsoft Learn: Extended Security Updates (ESU) program for Windows 10 (Stand 17.11.2025) – Supportende 14.10.2025, Unternehmens-ESU 61 US-Dollar je Gerät im ersten Jahr, Preis verdoppelt sich jedes Folgejahr, höchstens drei Jahre; nur Sicherheitsupdates, keine neuen Funktionen und kein allgemeiner Support. Abgerufen am 02.10.2026.
- Microsoft Learn: Windows 10 end of support and Microsoft 365 Apps (Stand 27.07.2026) – Funktionsupdates bis Version 2608, Sicherheitsupdates für Microsoft-365-Apps auf Windows 10 bis 10.10.2028. Abgerufen am 02.10.2026.
- Microsoft Support: Windows 11-Systemanforderungen – kompatibler 64-Bit-Prozessor, 4 GB RAM, 64 GB Speicher, UEFI mit Secure Boot, TPM 2.0. Abgerufen am 02.10.2026.
Häufige Fragen
Ist Windows 10 nach Oktober 2025 noch sicher nutzbar?
Vorübergehend ja – aber nur mit dem ESU-Programm. Darüber liefert Microsoft weiterhin Sicherheitsupdates, für Privatnutzer im EWR (also auch in Österreich) kostenlos, aktuell bis Oktober 2027. Ohne ESU wird ein Windows-10-PC im Internet mit jedem Monat angreifbarer.
Kostet das Upgrade auf Windows 11 etwas?
Nein. Wenn Ihr PC die Anforderungen erfüllt (kompatible CPU, TPM 2.0, Secure Boot), ist das Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 kostenlos, und Ihre Daten und Programme bleiben in der Regel erhalten.
Wie finde ich heraus, ob mein PC Windows-11-fähig ist?
Am einfachsten mit der kostenlosen „PC-Integritätsprüfung" (PC Health Check) von Microsoft. Nötig sind eine kompatible 64-Bit-CPU, TPM 2.0, Secure Boot sowie mindestens 4 GB RAM (besser 8 GB) und 64 GB Speicher. Meldet das Tool „nicht kompatibel", liegt es oft nur an einem im BIOS deaktivierten TPM.
Wie aktiviere ich die kostenlosen ESU-Updates?
In den Windows-Update-Einstellungen über das Angebot „Jetzt für Extended Security Updates registrieren". Voraussetzung sind Windows 10 Version 22H2 mit aktuellen Updates und ein Microsoft-Konto; im EWR müssen Sie sich weiter mit diesem Konto bei Windows anmelden, sonst enden die Updates nach bis zu 60 Tagen.
Fazit
Das Windows-10-Ende ist kein Grund zur Panik, aber zum Handeln. Wer jetzt umsteigt, bleibt sicher und erspart sich Böses im Ernstfall. Wir prüfen, ob Ihr Gerät Windows-11-fähig ist, führen den Umstieg durch oder liefern und richten einen neuen PC ein – inklusive Datenübernahme, bei Ihnen vor Ort.
IT soll funktionieren – nicht Kopfzerbrechen bereiten!

